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Geniale Konzepte haben – wie die Natur – kein Verfallsdatum

Die wirklich großen „Würfe“ kommen offenbar immer von Menschen, die mit einem fragen­den, offenen Geist ein Thema hartnäckig angehen – ganz im Gegensatz zu Fachleuten (oder gar schlimmstenfalls „Fachidioten“), die fast immer zu viel als gegeben hinnehmen und sich deshalb nur noch auf die Verbesserung von Details konzentrieren. So kann man Geräte, Konzepte etc. über lange Zeit immer und immer wieder verbessern – eine reine „Weiter“ent­wicklung, die schon mal in die falsche Richtung führen kann. Oder aber ein Neuling, neu­deutsch Quereinsteiger, nähert sich einem Thema mit einem unbelasteten Denkansatz und gelangt so zu einer „radikalen“ Lösung. In der Retrospektive sind fast alle „echten“ Durch­brüche so entstanden. Selbstredend gehören zu einer solchen Betrachtung auch die „Pio­niere“, die wirklich neue Gebiete oder Denkansätze erschlossen haben und erschließen.

Ein persönliches Resumeé

All diese Kreationen entstanden durch eine tiefe, ja fundamentale Einsicht der Entwickler in Schaltungsfunktionen und -abläufe und deren Auswirkungen auf den Klang. Es gab für diese Leute eben keinen Zwang, dem Markt neue Kaufanreize für ein schon bestehendes Produkt zu geben, was meistens nicht mehr als ein „Facelift“ ist. Unter den Vorgaben von Marketing­spezialisten sind in den seltensten Fällen bahnbrechende Produkte entstanden (ganz egal in welchem Produktbereich), höchstenfalls effektheischende Änderungen, die am eigentlichen Produkt nichts verändert haben, in manchen Fällen gar zu einer Verschlechterung geführt haben.

Gleiches gilt für Interpreten von Musik – der Musik, der der ganze Aufwand letztlich dient, dienen soll und muss.

Wieder kann man über die Zeit verfolgen, dass einzelne freie, konzeptionelle Geister Maßstäbe gesetzt haben und damit Legionen nach ihnen beeinflusst haben, da sie das Essentielle erkannt, erfasst und umgesetzt haben und sich nicht nur mit Oberflächenkosmetik zufrieden gegeben haben.

Die Interpretationen eines Arturo Toscanini sind einfach eine bleibende Referenz und auch wenn der eine oder andere die Stimme von Maria Callas nicht unbedingt als „schön“ emp­funden hatten, bleibt der musikalische Ausdruck unantastbar.

Audio Int’l hat über nunmehr 40 Jahre nicht nur „Highlights“ vertrieben, sondern immer auch – im echten Wortsinn – solide Produkte aus der Welt der High Fidelity, die auch heute noch „Dienst tun“. Anerkennung oder den Stolz der Besitzer kriegen wir nur zu hören, wenn (sel­ten genug) Serviceleistungen zu leisten sind.

Eines war, ist und bleibt für uns die oberste Maxime: Wir wollen nicht die ultrasaubere, ul­trareine und damit klinisch sterile Wiedergabe einer Musikkonserve erreichen, sondern stre­ben die Dynamik natürlicher Klänge, ein mögliches Nachempfinden originären Spielwitzes und dadurch eine Vermittlung von Lebensfreude an – denn schließlich soll unser gemeinsames Hobby eine Verbesserung der Lebensqualität bringen. Das findet sich garantiert nicht in im­mer besseren Messwerten, in noch dickeren Frontplatten, auch nicht in einer Auflösung, die es im realen Musikgeschehen gar nicht gibt und auch gar nicht gewollt ist. Nicht umsonst heißt es Klanggeschehen bzw. Klangkörper und nicht „x Musiker, die gemeinsam agieren“.

Über einen großen Teil unserer Produktpalette kann man einen Titel aus dem umfangreichen RCA-Repertoire setzen: „It’s classic, but it’s good!“.

Im folgenden einige dieser Persönlichkeiten, die im Audiobereich „Meilensteine“ gesetzt haben:


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